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Individuell, sportbegeistert und krisenfest: der Tauchtourist von heute

Der europäische Tauchtourismus fokussiert sich im Grunde auf fünf Hauptzielgebiete: Rotes Meer, Malediven, Südostasien mit Indonesien, Thailand, Kambodscha, Malaysia, Philippinen, Palau und Australien, die Mittelmeerregion mit Malta und der Türkei, sowie die Karibik.

Während sich in den Sommermonaten der Großteil der Tauchtouristen auf die Nahbereiche Mittelmeer und Rotes Meer konzentriert, ist im kalten Halbjahr die Nachfrage nach den Fernzielen sehr groß. Heimische Gewässer – von der Biskaya über den Bodensee bis hin zur Ostsee – sind das ganze Jahr über beliebt, mit einem Schwerpunkt auf die Sommermonate. Sie sind besonders für kurze Reisen, oftmals in Gruppen, attraktiv und werden häufig von Tauchern angesteuert, die ihren Haupturlaub in wärmeren Gefilden machen. Europaweit gibt es circa 1,16 Millionen aktive „Tauchurlauber“, die bis zu drei Mal pro Jahr verreisen.

Der durchschnittliche Tauchurlaub für fünf bis sieben Tage kostet 750 Euro – ohne Tauchkosten. Diese belaufen sich auf zusätzlich zwischen 300 und 400 Euro – zum Beispiel für das Tauchpaket, den Tauchkurs oder die Zusatzausrüstung. Die Reisedauer bei Fernreisen ist im Durchschnitt länger als bei der Kurz- und Mittelstrecke, dementsprechend höher sind die Kosten.

Jedoch werden Fernreisen seltener gebucht. Die Ausgaben für Tauchkreuzfahrten sind im genannten Zeitraum nahezu doppelt so hoch. Durch die unterschiedliche Preisgestaltung der Kurz-/Mittel- und Fernziele ergibt sich ein Umsatzverhältnis von 50:50.

Das Verhalten des europäischen Tauchtouristen hat sich zudem in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Den Urlauber, der eine Destination nur zum Tauchen besucht, gibt es kaum noch. Vielmehr baut er das Tauchen in eine Reihe anderer sportlicher Aktivitäten ein – vom Golfen und Tennisspielen über das Fahrradfahren bis hin zum Wassersport wie Kiten und Surfen. Hinzu kommen kulturelle Unterschiede zwischen den Europäern: So hat die Nationalität zum Beispiel Einfluss darauf, wie viel Geld ein Tourist für bestimmte Annehmlichkeiten ausgibt oder wie ausgeprägt sein Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist. Auch ist der Tauchurlauber ein relativ krisenbeständiger Tourist, was sich etwa in der politisch instabilen Region rund um das Rote Meer zeigt. Mit regelmäßigen Analysen trägt der RSTC Europe dazu bei das Verhalten der Tauchtouristen zu verstehen und daraus Strategien für eine nachhaltige und prosperierende Tourismuswirtschaft zu entwickeln.

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